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Press lounge - Publications - Ein Jetta mit richtig Pep!

1995 hatte Matthias aus Castrop-Rauxel sich kurzentschlossen dazu durchgerungen, einen VW Jetta II Baujahr 1988 käuflich zu erwerben. Der 27-jährige Industriemechaniker traute seinem gerade mal sieben Jahre alten Auto noch so einiges zu. Was äußerliche Veränderungen anbetraf, beschränkte er sich zunächst einmal darauf, seinen Jetta auf andere Beine zu stellen. ATS-Felgen in 7 bzw. 8x13 Zoll waren genau richtig. Zumindest bis 1997. Ein denkwürdiges Jahr, denn das Fahrzeug wurde in Dortmund auf dem Ostwall wegen mangelnder Bodenfreiheit (3 cm!) stillgelegt.

Sexy, die zwei so nebeneinander...;-)
Spätestens jetzt war für Matthias der Zeitpunkt gekommen, sich über die Zukunft seines Jetta Gedanken zu machen. Der zweite Umbau! Was bei diesen Überlegungen herausgekommen ist, konnte sich wahrlich sehen lassen. Dem 66 kW / 90 PS starken . Einspritzmotor mit seinen 1,8-Litern Hubraum wurde eine Schrick-Nockenwelle sowie ein K&N-Luftfilter verabreicht, wodurch die Fahrleistungen des immerhin mit einer Höchstgeschwindigkeit von 175 km/h versehenen Jetta weiter optimiert wurden, stellt das Triebwerk doch ein maximales Drehmoment von 142 Nm bei 3000 U/min zur Verfügung. Daneben war es allerdings eher das Drum und Dran, das nicht zu übersehende Umbauten über sich ergehen lassen musste. Bereifung in der Größe 195/45 rundum auf polierten Revolution THLine Felgen in 8x15 Zoll im Zusammenspiel mit einem H&R-Gewindefahrwerk - montiert mit Hilfe von T.C.G.-Autosport - bildeten eine ideale Verbindung zwischen Auto und Straße.

Anschließend kam die Auspuffanlage an die Reihe. Einschließlich Fächerkrümmer wurde das vorhandene Material gegen eine Hartmann-Komplettauspuffanlage ausgetauscht. Schwarz-rote Rückleuchten, ein Kühlergrill vom Golf II ohne Emblem und ein in mühevoller Eigenarbeit gefertigter Einarmwischer konnten fortan als markante Punkte angesehen werden. Für die Musik ist gesorgt! Auch der Innenraum war nach den Umbauarbeiten nur von fachkundigen Betrachtern wiederzuerkennen. Neben den lederbezogenen Halbschalensitzen von Recaro und einem 32er Momo Corse-Lenkrad mit dem unübersehbaren Ferrari-Hengst bedarf ein polierter Wichers Überrollbügel mit Kreuz der löblichen Erwähnung. Dass die hinteren Plätze des Viertürers dadurch verlorengingen, hatte Matthias eingeplant. Sein ganzer Stolz - sicherlich nicht zu Unrecht - war allerdings die Musikanlage. Das CR/CD-Radio von Kenwood mit Cax 60er Axton Boxen, 4 x 20 W Bässen sowie 2 Hochtönern und einer 30 Magnat Röhre im Zusammenspiel mit Rockfort- und Clarion Endstufe fetzten so recht nach seinem Geschmack. Bei den technischen Möglichkeiten bleibt nur, sich mit der Beifahrerin auf eine Musikrichtung zu einigen. Eine vorrübergehende Stilllegung kann, wie man sieht, durchaus von Vorteil sein.

Quelle: GTIplus, Ausgabe 2/2000, Seite 42ff